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Septem Mària Museum
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Inhalt:

PRÄSENTATION

Geschichte

das neoklassizistische Gebäude, in dem sich das Museum befindet. Das am 21. November 1998 eingeweihte Septem Mària Museum befindet sich am Stadtrand von Adria, einer Stadt, welche den Höhepunkt ihrer Glanzzeit vor mehr als 2000 Jahren erlebte, als aus dem kleinen, von Paleovenetiern bewohntem Pfahlbaudorf, nach der Ankunft griechischer und etruskischer Händler, eine wichtige Handelsstadt mit einem bekannten Hafen wurde.

Die Bedeutung der Stadt war so groß, dass die Adria nach ihr benannt wurde.

Das Museum befindet sich im Maschinenraum des Schöpfwerks von Amolara, einem neoklassizistischen Gebäude, das 1853 von Ing. Cesare De Lotto für die Trockenlegung des Konsortiums „Campagna Vecchia Inferiore“, mittels von Dampfmaschinen betriebenen Schöpfrädern, geplant wurde.

Der Stilllegung des Schöpfwerkes im Jahre 1992 folgte ein unausbleiblicher Verfall, bis Dr. Giuseppe Marangoni, Direktor der Genossenschaft für Tourismus & Kultur im Jahre 1997 dem Urbarmachungskonsortium des Kanals Polesine Adige – Canalbianco die Restaurierung des Gebäudes und dessen Umbau in ein Mehrzweck-Center mit einem Museum für die Geschichte der Wasserwirtschaft, einem Forschungszentrum für naturnahes Ingenieruwesen, einem Konferenzzentrum, einem Informationsbüro für Touristen, sowie der Herberge Amolara für Besucher der Stadt Adria und des Naturparks Podelta unterbreitete.

Dank des erleuchteten Geistes des Vorsitzenden des Konsortiums Cav. Marino Bianchi und des fachmännischen und wirkungsvollen Einsatzes des Direktors Dr. Carlo Piombo, wurde das Museum schon im November 1998 mit ersten Ausstellungsobjekten eröffnet.

Themen

Das Septem Mària ist ein Museum, das in einem zur Nutzung des Wassers erbauten Gebäude über das Wasser handelt. Die Benennung “sieben Meere” welche diesem Territorium vom Historiker Plinius dem Älteren verliehen wurde, berechtigt die Wahl als Standort eines Museums, das über die Geschichte des Wassers, d.h. das Verhältnis der verschiedenen Kulturen mit dem Wasser als Ressource und Problem für den Menschen handelt, voll und ganz.

Zweck und Zielsetzung des Museums

Das Museum befindet sich in einem Gebiet, das Polesine genannt wird.
Diese Bezeichnung wurde im Mittelalter aus dem Begriff Polesinus, Policinus = aus dem Wasser herausragendes Land abgeleitet. Davor, im 1. Jhdt. n. Chr. wurde das Gebiet vom Historiker Plinius dem Älteren “Adrianische Sümpfe” oder auch “sieben Meere” zur Hervorhebung ihrer Aufgliederung in Buchten und Lagunen genannt. Daraus ist die bedeutende Rolle, die das Wasser in diesem Gebiet spielte, gut ersichtlich.

Seit der Mensch begonnen hat dieses Land zu besiedeln, war er andauernd auf der Suche nach einem Gleichgewicht zwischen ihm selbst, dem Land und dem Wasser.
Es muss erwähnt werden, dass sich der Großteil des Podeltas unter dem durchschnittlichem Meeresspiegel befindet (mit Spitzen bis zu 5 Metern). Folglich ist es bis heute nur durch den ständigen Betrieb der Schöpfwerke (= Wasserverschlinger) möglich, dieses Land trocken zu halten.

“Wasser” ist folglich das Motto und das Leitmotif dieses Museums, das sich selbstverständlich im Maschinenraum eines der ältesten Schöpfwerke des Polesine befindet.

Man ging davon aus, dass das Wasser, abgesehen von der besonderen Situation des Polesine ein Grundstein des Lebens ist:
- die ersten Lebensformen erschienen im Wasser
- jeder von uns verbrachte seine ersten Lebensmonate im Wasser
- Wasser ist der Hauptbestandteil aller Lebewesen
- wo es kein Wasser gibt, gibt es auch kein Leben.
- andererseits kann zu viel Wasser für den Menschen zum Problem werden.

Das Museum soll dem Besucher helfen, die Bestimmung des Polesine und dessen wirtschaftlichen Potentialitäten zu entdecken. Das Museum möchte außerdem durch die Kenntnis der Vergangenheit besonders Jugendlichen und Regierungsverantwortlichen, Instrumente für Eingriffe in der Gegenwart vermitteln.

Interne Struktur

Der zentrale Kern des Museums befindet sich im Maschinenraum des Schöpfwerks, in dem sich zwei gut erhaltene Zentrifugalpumpen befinden (mit einer Gesamtförderleistung von 7200 Litern Wasser pro Sekunde), die das überschüssige Wasser aus der “Campagna Vecchia Inferiore” abpumpen und in das davor liegende Hafenbassin entleeren, von wo aus es schließlich durch den Kanal Canalbianco ins Meer geleitet wird.
Vor dem Maschinenraum befindet sich die Werkstatt des durch Entwässerung gewonnenen Landes und ein Eingangssaal, in dem Besucher die Stiche von Filippo Cluverio aus dem Jahr 1624, in denen das Gebiet Septem Mària, das sich von Altino bis Ravenna und von Ostiglia bis ans Meer erstreckte dargestellt wird, bewundern.

Organisation

Das Museum befindet sich im Besitz des Konsortiums der Urbarmachung Polesine Adige Canalbianco. Das Museum wird, unter der Direktion von Dr. Giuseppe Marangoni und Dr. Alberto Spagnolo, von der Genossenschaft für Tourismus & Kultur geleitet. Es gehört zum Netz „CeDi“ (Zentrum für Didaktik der Kultur – und Umweltgüter, Piazzale San Bartolomeo 18- Rovigo, Italien) und arbeitet mit verschiedenen Ämtern wie Gemeinden, der Provinz, dem Oberaufsichtsamt, dem Staatsarchiv, sowie mit Schulämtern und anderen Museen der Provinzen Rovigo, Padua und Ferrara zusammen, wie : Museum der großen Flüsse (Rovigo), Hofmuseum (Porto Viro – Rovigo), Naturmuseum von Villa Vetrice (Baone – Padua), Geo-paläontologisches Museum von Cava Bomba (Cinto Euganeo – Padua) Flussschifffahrtsmuseum (Battaglia Terme – Padua), städtisches Museum für Naturgeschichte (Ferrara), Zentrum für Umweltbildung (Mesola – Ferrara ) und Museum des römischen Schiffes (Comacchio –Ferrara).

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