Der Bau des Schöpfwerks Ca' Vendramin und dessen Geschichte
Der Bau des Schöpfwerks von Ca' Vendramin war ein Ereignis, das sich über die örtlichen Grenzen auswirkte.
Bedeutungsvoll sind die Beschreibungen der Bautätigkeit und der erzielten Resultate, die in örtlichen Zeitschriften jener Zeit veröffentlicht wurden sowie die Informationen über Besuche von öffentlichen Vertretern und Technikern aus ganz Italien und Europa.
Voller Stolz wurde damals in den Zeitschriften die Nachricht über den Besuch holländischer Ingenieure, die Meister im Sektor hydraulischer Bauwerke waren, veröffentlicht, um das international Echo eines technologisch fortschrittlichen Bauwerks zu bezeugen.
So wird Ca' Vendramin nicht nur zum Mittelpunkt der Urbarmachung eines Gebietes, das zutiefst verändert, fruchtbar gemacht, besiedelt und wirtschaftlich und sozial entwickelt wird. Es handelt sich auch um ein Beispiel für viele noch urbach zu machenden Gebiete im In- und Ausland.
Die Urbarmachung der Insel von Ariano durch das Schöpfwerk Ca' Vendramin wird auf nationaler Ebene bekannt und es werden Ausstellungen und Vorträge darüber gehalten. Für die den Voraussichten und Plänen entsprechende Verwirklichung und die erzielten Resultate wird das Schöpfwerk mehrfach ausgezeichnet.
Durch das Schöpfwerk wird das umliegende Gebiet endlich gesichert. Bei Regen kümmern sich 12 Maschinisten um die 10 Dampfmaschinen und die 4 Pumpen, die insgesamt 11.000 Liter Wasser pro Sekunde in den Kanal "Canale Veneto Emissario" pumpen, der in der Nähe der Pomündung von Goro direkt im Meer mündet.
Der Betrieb wird bis 1921, als die Anlage teilweise elektrifiziert wurde und die alten Dampfmaschinen Langen Wolf mit denen der Marke TOSI ersetzt wurden, die man noch heute bewundern kann, gemäss den Originalplänen weitergeführt.
Es handelt sich um eine bedeutende Umwandlung für das Schöpfwerk und die Insel von Ariano, da die Elektrifizierung, wenn auch nur teilweise, die manuelle Tätigkeit der Maschinisten bedeutend vermindert. Diese werden nun zu Facharbeitern, die teilweise von der schweren körperlichen Arbeit, die die davor verwendeten Dampfmaschinen erforderlich machten, befreit sind.
In den 20er und 30er Jahren fand die vollständige Urbarmachung statt, die das Gebiet der Insel von Ariano und das gesamte Podelta entscheidend prägen sollte. Damals verwandelte das Konsortium das gesamte Gebiet, nicht nur weil es sich um die Ent- und Bewässerung kümmert (die für gut entwässerte Felder unumgänglich wird), sondern auch weil es bodenverbessernde Arbeiten vornimmt, Bauernhäuser mit anliegenden Strukturen (Ställe, Lager) erbaut und soziale Einrichtungen wie Schulen, Strassen und Wasserleitungen verwirklicht.
Ca' Vendramin stellt mit der nur begrenzten technologischen Anpassung den Mittelpunkt für die vollständige Urbarmachung der Insel von Ariano (mit den mittlerweile 25.000 Einwohnern) dar und gewährleistet die landwirtschaftliche Entwicklung und die Niederlassung anderer Produktionstätigkeiten.
Das Schöpfwerk ist nicht nur das Herz des hydraulischen Systems, sondern ein Symbol des sozialen und wirtschaftlichen Aufschwungs, das den Einheimischen Vertrauen in die Zukunft schenkt.
Das Schöpfwerk Ca' Vendramin übersteht ohne Schaden landwirtschaftliche Anpassungen und den Krieg.
Später, in den 50er Jahren, unterliegt es einem langsamen, unaufhörlichen, folgeschweren und unerwarteten Prozess, denn infolge der Entnahme methanhaltigen Wassers aus dem Untergrund senkt sich der Boden.
Der Betrieb des Schöpfwerks ist mit immer mehr Schwierigkeiten verbunden. Immer häufiger muss man das Hilfsschöpfwerk Ca' Verzola in S. Basilio einsetzen, um das Wasser aus dem westlichen Teil der Insel von Ariano durch den Abflusskanal in den Po von Goro abzupumpen.
Die Anlage übersteht zwar die Überschwemmungen von 1957 und 1960 und nimmt nach der Naturkatastrophe erneut den Betrieb auf, dennoch ist klar, dass sich das Gebiet wesentlich verändert hat. Die in den 60er Jahren beschleunigte Bodensenkung beeinträchtigt den Betrieb von Ca' Vendramin wesentlich, weshalb das Konsortium gezwungen ist in Zusammenarbeit mit dem Ente Delta Padano alternative Lösungen anzuwenden, wie die Installierung provisorischer Schöpfwerke in Conca Ca' Vendramin, nur wenige hundert Meter weiter flussabwärts.
Dies bewirkt die Umlegung der Entwässerung an einen anderen, wenn auch nahe gelegenen Ort. Es scheint fast, als ob das Schöpfwerk von Ca' Vendramin den Betrieb nicht aufgeben wollte und so wird es wenn auch nur in zeitlich begrenzter Weise bis zur völligen Aufgabe gegen Ende der 60er Jahre weiter betrieben.
Das mittlerweile ehemalige Schöpfwerk von Ca' Vendramin ist weiterhin ein operatives und soziales Bestandteil des Konsortiums und des Deltas. Bis Ende der 80er Jahre lebten hier die Familien von vier Konsortiumsangestellten und es wurde zum operativen Zentrum des neuen, 1978 aus der Fusion der früheren Konsortien des Deltas und der Insel von Ariano entstandenen Konsortiums Consorzio di bonifica Delta Po Adige.
In den großen Räumlichkeiten Heizsäle, der ehemaligen Kohlelager und vor allem in der ehemaligen Werkstatt wird die Tätigkeit des Konsortiums organisiert.
Der Maschinenraum des Schöpfwerks Ca' Vendramin steht still im Hintergrund, doch in allen anderen daneben liegenden Räumen herrscht emsiges Treiben.
Aufgrund der sich unaufhaltsam verändernden Technologien und wirtschaftlichen Aspekte müssten die Räumlichkeiten zur Anpassung an die neuen Betriebsanforderungen des Konsortiums entscheidend verändert und der gesamte Komplex des Schöpfwerks in nicht mehr gut zu machender Weise umgewandelt werden.
Die neuen Funktionen des Schöpfwerks Ca' Vendramin und dessen symbolische Bedeutung
Angesichts der für die Erhöhung der Leistungsfähigkeit nötigen Anpasssung des Schöpfwerkes, das über 70 Jahre eine wichtige Rolle spielte und anschließend noch 15 Jahre lang das operative Zentrum des Konsortiums war, denkt man endlich daran, es für andere, gleichfalls wichtige Zwecke zu verwenden und schlug die Einrichtung eines Regionalmuseums der Urbarmachung mittels der gezielten Renovierung der Bauten, der schonenden Anpassung einiger Räumlichkeiten und der Wiederinstandsetzung der ursprünglichen Anlage, sofern diese im verändert wurde, vor.
Anfänglich stieß der Vorschlag auf Überraschung, in einer Zeit des Konsumismus und der erbitterten Zweckdienlichkeit jeder menschlichen Tätigkeit, wobei fast ausschließlich die Wirtschaftlichkeit das Maß der Dinge darstellt, stößt die Verwirklichung von Initiativen die sich die kulturelle Förderung eines öffentlichen Gutes zum Ziel setzen in weiten Teilen der Bevölkerung auf Überraschung und mehr oder weniger ausdrückliche Kritik.
Hauptziel des Projekts war und ist angesichts der mächtigen Mauerwerke und der größe der verwendbaren Räume sowie der Menge und Qualität der vorhandenen Maschinen die Einrichtung des Museums der Urbarmachung in dem auch die Schöpfwerke anderer entwässerter Gebiete und bedeutsame Urkunden (Modelle, Landkarten, Fotos usw.) Platz finden sollten, um die Geschichte der Entwässerungstechniken der vergangenen Jahrunderte darzulegen.
Man wollte die Grundstruktur des bedeutsamsten Entwässerungsprojektes im Podelta erhalten und die Verbindung zwischen Institution, Museum und Technologie (noch gut erhaltene Maschinen und Bauten), die Bestandteil des Museums ist, ermöglichen. Ziel war es im Museum alle kulturellen und sozialen Aspekte des menschlichen Wirkens (in der Vergangenheit), um Sümpfe und Moraste urbach zu machen und die Bewohnbarkeit eines Gebiets mit einem empfindlichen Wasser-Land-Gleichgewicht zu gewährleisten (heute), vor Auge zu führen. Ohne diese Eingriffe wären alle landwirtschaftlichen, zivilen und industriellen Tätigkeiten in ihren usprünglichen Zustand zurückgefallen. Die Wiederinstandsetzung ist sehr mühsam, man ist sorgfältig darauf bedacht trotz der veränderten Nutzung einiger Räume die vorhandenen Strukturen zu bewahren.
Die Region Venetien finanzierte 1990 die Restaurierung und funktionelle Anpassung des Bauwerks als Regionalmuseum der Urbachmachung. Die 1993 abgeschlossenen Arbeiten ermöglichten die zunächst teilweise und nach und nach immer intensivere Verwendung für Meetings, Konferenzen, Ausstellungen und Veranstaltungen, die sofort die soziale und kulturelle Bedeutung des Projekts darlegen.
Insbesonders wird die tiefere Bedeutung dieser Symbol-Umwelt nicht nur wegen der Urbarmachung und Entwässerung des Gebiets sondern als sozial-kultureller Mittelpunkt für die Bevölkerung des Podeltas, die auf diese Weise den symbolischen und zugleich konkreten Wert eines Bauwerks erkennen kann, das an der wirtschaftlichen Entwicklung und Aufwertung des Deltas mitwirkt, vor Augen geführt.
Die wieder instandgesetzten und die dem neuen Zweck angepassten Räume dienen als Konferenzsäle, Ausstellungssäle zum Thema Entwässerung, historisches Archiv des Konsortiums sowie als Studiencenter und Werkstätten, die sich mit Hydraulik und Umwelt befassen, als Besucherzentrum und als Büroräume für die Parkverwaltung und andere Tätigkeiten, die nach und nach dazukommen werden.
Die die Originalform berücksichtigenden Eingriffe haben es ermöglicht, dieses Beispiel der Industriearchäologie in seiner ganzen Pracht zu erhalten.
Vom historisch-architektektonischen Gesichtspunkt aus gesehen, ist erkennbar, dass beim Bau der Anlage, trotz ihrer praktischen Funktion, nicht auf deren landschaftliche Einfügung in verzichtet wurde.
Obwohl die Anlage schon von weitem an der architektonischen Bauweise erkennbar ist, fügt sich Ca' Vendramin mit seiner klassischen Backsteinfassade und der schlichten Struktur, die trotzdem über künstlerische Elemente verfügt, wie zum Beispiel die schönen zweibögigen Fenster des Maschinenraums, gut in die Landschaft des Podeltas ein.
Ca' Vendramin ist nicht nur ein Monument zu Ehren der Urbarmachung oder ein Zeugnis der Entwässerung der Insel Ariano, sondern vor allem ein Bezugspunkt, ein Symbol des Deltas und vor allem des Polesine, das die Geschichte dieses Gebietes, die von Überschwemmungen und Eingriffen zum Schutz vor den Wassern des Po, von harter Arbeit, um dem Wasser das Land abzutrotzen, es zu besiedeln und zu bebauen, erzählt.
Dieses Werk ist das Ergebnis des menschlichen Willens, hier kann man die soziale und kulturelle Identität der Bevölkerung im unteren Polesine ablesen.
Aus diesem Grund sind die Arbeiten, um das Schöpfwerk nicht nur zu einem Ort der Erinnerung, sondern in zu einem Raum für kulturelle und gebietsbezogene Initiativen zugunsten der Einheimischen werden, wobei diese ihre Traditionen wiederentdecken sollen und zugleich Gelegenheiten geschaffen werden soll, neue Tätigkeiten und Nutzungsbestimmungen in die Tat umzusetzen.
„Die hinterlassenen Gegenstände, Technologien, materiellen und nicht materiellen Güter sollen die landschaftliche Veränderung darlegen und unterstützen sowie die Bestimmung eines Gebiets anhand konkreter Entwicklungsprojekte ermitteln und begünstigen."1 >>
Es handelt sich um ein gebietsbezogenes Museum, um eine Institution, die sich nicht nur mit der einfachen Ausstellung von Materialien in geeigneter Umgebung befasst, sondern das zum Ausgangspunkt für die genaue Kenntnis des Gebiets (d. h. Geschichte, Kultur und Umwelt) werden soll.
Für das untere Polesine ist es von Wichtigkeit, dass dieses Werk in origineller Weise die Geschehnisse, die auf die Geschichte des Deltas einen großen Einfluss ausgeübt haben, zur Kenntnis bringt.
Obwohl sie eine weitere Verbreitung verdient hätten, sind weiten Teilen der Bevölkerung die außergewöhnlichen Begebenheiten, die an der Schaffung des heutigen Polesine gewirkt haben, nicht bekannt. Wie auch die Geschichte über die von Wasser bedeckten Landflächen, über das Land das dem sich zurückziehenden Meer abgetrotzt wurde.
Hier hat der Mensch der Natur das Recht auf die freie Entwicklung seiner Kräfte abgetrotzt, weshalb sich gerade hier Notwendigkeit der Einrichtung eines Museums als Ort der Erinnerung, wo so weit wie möglich die Kenntnis über die wichtigsten Begebenheiten in der Entwicklung des Gebiets vermittelt werden soll, ergab.
Hier verbünden sich Umwelt und Kultur zum Schutz der humanisierten Natur2 >>.
Das Museum der Urbarmachung von Ca' Vendramin bietet zudem die Gelegenheit für einen Besuch dieses Gebiets, das sich durch seine ungewöhnliche Landschaft, die wegen ihrer Entstehungsgeschichte einzigartig ist, auszeichnet.
Ca' Vendramin: Ein Ort historischen, kulturellen und touristischen Interesses
Der Wert von „ethnografischen, gebietsbezogenen, spezialisierten und mehrere Aspekte ansprechenden"3 >> Museen, die in vielen Gemeinden eingerichtet werden, liegt in der Ausstellung von Gegenständen und der Darstellung von Erfahrungen die früher (und wegen der Identitätskontinuität noch heute) von der spezifischen Landschaft geprägt wurden.
Aus diesem Grund müssen diese Gegenstände und Erfahrungen erkannt, gesammelt und bewahrt werden, auch wenn sie nicht mehr nötig sind, um die kulturelle und wissenschaftliche Interpretierung einer einzigartigen Geschichte zu ermöglichen4 >>.
Die Einrichtung eines Museums stellt demzufolge einen Versuch dar, das Interesse am Gebiet mit Hilfe des Engagements freiwillig tätiger Helfer zu wecken.
Die behutsame Umwandlung des untersuchten Bauwerks, berücksichtigt die wertvollen Baucharakteristiken dieses bedeutenden Werkes der Industriearchäologie und sieht neben den eigentlichen Museumsräumen auch ein Kulturzentrum, das sich mit Studien und Forschungen zu den Fachbereichen Entwässerung und Urbarmachung, Landschaft und Umwelt befasst, vor. Auf den daneben liegenden, nicht genutzten Flächen soll ein botanischer Garten mit den für das Gebiet charakteristischen Pflanzen angelegt werden.
Auf diese Weise wird es zu einem Versammlungsort, einem Ort für Meetings, Konferenzen und Kurse und zu einem kulturellen Vorposten des Regionalparks Podelta5 >>.
Letztendlich handelt es sich um eine Art Ökomuseum (um eine Wortneubildung der letzten Jahre zu verwenden), dem ersten in Venetien. Eine Einrichtung also, die sich in die Umwelt einfügt, die ihrerseits zu einem wesentlichen Bestandteil des Museums wird.
Ca' Vendramin kann somit für alle das Podelta besuchenden Personen zum ersten „Eingangstor" werden.
Das Gebäude darf nicht in die Rolle eines stillen Zeugen abgedrängt werden, weil es nicht mehr seiner früheren Aufgabe dient, sondern es stellt eine kulturelle Gelegenheit dar, um ein bedeutendes historisches und landschaftliches Erbe kennen zu lernen und kann zu einem von Touristen aus dem In- und Ausland geschätzten Freizeitziel werden6 >>.
Das Museum von Ca' Vendramin entpuppt sich demzufolge als idealer Ort für die Organisierung zahlloser Initiativen, die sich an örtliche Besucher und Wochenendausflügler, die an den gastronomischen Spezialitäten, an der Landschaft und an der Umwelt im allgemeinen interessiert sind, wenden.
Die neuen Tendenzen des Fremdenverkehrs und die zunehmende Liebe zur Landschaft in Verbindung mit der Entdeckung dieses Erbgutes und dessen Potentialitäten, werden in Zukunft einen noch höheren Einsatz erforderlich machen, damit die Einzigartigkeit dieses Gebiets weiter bewahrt wird.
Verwirklichte Projekte, Vorschläge und in Ca' Vendramin geplante Initiativen
Das im Jahre 2000 begonnene Projekt Delta Kultur, dessen vorgesehener Sitz sich im Schöpfwerk von Ca' Vendramin befindet, (Delta Cultura) sieht die Zusammenarbeit zwischen dem Konsortium Delta Po Adige, der Universität Padua, der Accademia dei Concordi von Rovigo und der Region Venetien vor.
Es sieht verschiedene Initiativen vor, die das Ziel haben, die Geschichte dieses einzigartigen Gebiets niederzulegen, um somit die Zukunft dieses Gebiets, dessen Umwelt, Geschichte und Traditionen bewahrt werden soll, auf einer wissenschaftlichen Basis zu gestalten.
Gegenstände, Technologien, materielle und nicht materielle Güter, die Bestandteil des Erbgutes sind, müssen der Hervorhebung des schon gewesenen und der Unterstützung der Umgestaltungen dienen, um die Zukunft dieses Gebiets mit entsprechenden Entwicklungsprojekten zu ermitteln und zu fördern.
Aus diesem Anlass fand im Juni 2000 eine Konferenz über das hydraulische Werk Taglio di Porto Viro - Durchstich von Porto Viro (1600÷1064) statt, deren Knotenpunkte in drei, Geschichte, Wirtschaft und Hydraulik behandelnden Vorträgen dargelegt wurden7 >>.
Das vielfach gelobte Meeting führte zu einer Serie von Initiativen im Rahmen des Projekts Delta Kultur.
So wurde am 29. September 2000 in Zusammenarbeit mit dem Schulamt von Rovigo ein Seminar organisiert, das in die Methodologien und gesammelten Erfahrungen für didaktische Führungen in die Geschichte des Flusses Po und dessen Deltas Einblick gewähren sollte.
Das Treffen - eine wichtige Gelegenheit zur Konfrontation für Lehrer sowie Mitarbeitern von Bibliotheken und öffentlichen Stellen im unteren Polesine - fand viel Beifall in der Welt der Schulen gefunden, was bezeugt, dass ein Ort zur Anregung des Dialogs unter Lehrern, um die Kenntnisse über die lokale Kultur zu vertiefen, vonnöten ist.
Im Jahr 2001 fanden Führungen, Gemälde- und Skulpturausstellungen8 >> und die im September von der Parkverwaltung des Podeltas organisierte Messe über den Ökotourismus statt.
Seit Piero Bevilacqua und Manlio Rossi-Doria feststellten: ungenügend (ist die) zugemessene Bedeutung und spärlich (die) Erwähnung der mit der Entwässerung zusammenhängenden Ereignisse in der italienischen Geschichtsschreibung und Kultur9 >> wurden bedeutsame Schritte getätigt.
Unter den geplanten Projekten ist auch die Einrichtung der Bibliothek und des Archivs des Konsortiums Delta Po Adige im Südflügel des Gebäudes vorgesehen.
Erstere soll nicht nur Texte über das Schöpfwerk, sondern bibliographisches Material über die Geschichte der Hydraulik, der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Kultur im Delta enthalten. Das Archiv soll Dokumente (Pläne, Korrispondenz, Fotografien, Verwaltungsakte usw.), die schon in einigen Sälen des Museums ausgestellt sind und das Konsortium sowie das unter dessen Leitung stehende Gebiet betreffen.
Die Bibliothek und das Archiv müssen leicht nutzbar sein und folglich zur Vereinfachung der Arbeit und der Konsultation über Fachpersonal sowie detaillierte Kataloge und Inventare verfügen.
Von Bedeutung ist demnach die Katalogisierung des im Museum befindlichen Materials anhand einer Reihe von Dateikarten, die das Stück benennen und es in vorgegebener Weise detailliert beschreiben.
Die Katalogisierung muss mit Hilfe elektronischer Datenträger erfolgen und für eine schnellere und einfachere Konsultation im Internet verbreitet warden.
Das Museum wird sich allerdings nicht nur mit der Ausstellung von Dokumenten über die Urbachmachung befassen (in diesem Fall Maschinen, Baupläne, Fotos, Projekte, Verwaltungsakten usw.), sondern auch Studien- und Forschungslabors einrichten, um das Angebot zu bereichern.
Das technologische Ambiente des Schöpfwerks/Museums ist ideal für Ausstellungen zeitgenössischer kunst, da die Interaktion zwischen Kunstwerk, Architektur und Elektronik den Blickpunkt vermehren und verändern kann, wodurch der Besucher mit einbezogen wird.
Dennoch bewahrt das Schöpfwerk von Ca' Vendramin immer seinen Charakter als eng mit dem Konsortium verbundenes Museum der Urbarmachung. Denn so bleibt es den Einwohnern des Podeltas, die anhand dieser Visitenkarte vorstellen können ihre Heimat und deren Geschichte vorstellen können, eng verbunden. Nur wenige Örtlichkeiten sind so eng an die Geschichte und die Begebnisse des Deltas und dessen Bewohnern gebunden, wie Ca' Vendramin.
Ca' Vendramin - Entwässerung und Geschichte des Podeltas im letzten Jahrhundert
Das Schöpfwerk ist zu einem privilegierten Zentrum geworden, in dem der ständige Wechsel des Gebiets und des menschlichen Daseins beschrieben wird. Es handelt sich um eine zur Kulturstätte gewordene Betriebsstätte durch die ein wertvolles und empfindliches Gebiet, wie das Podelta, aufgewertet wird.
Aus diesem Grund sollte man Ca' Vendramin mit großer Vorsicht, praktisch auf Zehenspitzen betreten und dessen Geschichte, die auf menschlicher Mühsal und durch die über Jahrhunderte währende Tätigkeit des Konsortiums errungene wichtige wirtschaftliche Ziele gründet, respektieren.
Jede im Schöpfwerk organisierte Tätigkeit muss dies berücksichtigen, da der Ort und die Bewohner des Deltas Respekt verdienen.
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