Staatliche Museum des Karussells und des Volksfestes - SMP ::..

Staatliche Museum des Karussells und des Volksfestes
Sie sind in: SMP >Museen >Staatliche Museum des Karussells und des Volksfestes >    

Auswahl Sprache:

Gehen Sie direkt zu:


Hauptmenü Museum





Menü Museumssystem

    Museumssystem

    Museen

    Informationen

    Suche







Inhalt:

PRÄSENTATION

Geschichte

Bild 1: Skooterbahn der Adalios von 1928 - Beschreibung und Vergrößerung >>Das "staatliche Museum des Karussells und des Volksfestes" wurde in Bergantino im April 1999 von der Gemeindeverwaltung von Bergantino und der Provinz Rovigo, die seit Anfang der 90er Jahre einen Teil des in ihrem Besitz befindlichen antiken Palais Strozzi zur Verfügung gestellt hat, um darin, im perfekten Gleichklang mit dem sozial-wirtschaftlichen Umfeld des oberen Polesine, wo sich in den letzten Jahrzehnten das modernste Industriezentrum für die Entwicklung und den Bau von technologisch fortschrittlichen Karussels, das mit den verschiedenen Industriebetrieben und Fachunternehmen sämtlichen Anforderungen eines weltweiten Marktes nachkommt, das Museum des Karussells zu verwirklichen.

Das in Italien einzigartige Museum soll nicht nur ein Ort der Erinnerung sein, sondern hauptsächlich als kulturelles Forschungs- und Dokumentationszentrum hinsichtlich der komplexen und vielschichtigen Welt der Volksfeste dienen. Das Museum sammelt und verbreitet in organisiert-wissenschaftlicher Weise Dokumente über die Geschichte und die Anthropologie der Kirmes und Volksfeste des Mittelalters und der Renaissance, die sich über die Jahrtausende hindurch über den Volkspark des 19. und 20. Jhdts. bis zum heutigen "Vergnügungspark" entwickelte: eine faszinierende und an menschlichen Werten reiche Welt, die es verdient auch in den Augen der Kultur neue Würde zu erlangen.

In der Tat ist eine regelrechte Kulturrevolution im Gange, die mit alten Vorurteilen aufräumt: was einst als "bäurisch" und "abseitig" galt wird heute wieder entdeckt und in Betracht gezogen. Bühnenbilder, Szenarien und Regiebücher von Straßenkünstlern werden zum Gegenstand von Studien und Universitätsarbeiten; es entsteht eine neue wesentlich offenere Kultur ohne verschlossene Bereiche, deren Ausdruck das Museum des Volksfestes  von Bergantino Ausdruck sein soll.

Ermittlungsgegenstand des Museums sind ausschließlich die Karussells uns Aufführungen professioneller Straßenkünstler, die sesshaft und nicht mit Zigeunern zu verwechseln sind, die sich durch ihre Abstammung und andersgeartete Kultur unterscheiden und eine eigene Volksgruppe darstellen.
Das noch junge, praktisch noch in den Kinderschuhen stehende Museum hat schon eine eigene Geschichte. Von Beginn an, entsteht es dank der Zusammenarbeit mit wichtigen und in Italien bekannten Kulturinstitutionen: der Accademia dei Concordi aus Rovigo, dem "staatlichen Museum für Volkskunst und  Volksbräuche" in Rom, des " historischen Dokumentationszentrums" der Stadt Ferrara. Dank dieser Institutionen konnte die Gemeinde Bergantino die Forschungsarbeit und die Sammlung einer Mindestdokumentation in Angriff nehmen, um die Säle des Palais Strozzi der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Gemeinde Bergantino hat mit der Eröffnung des Museums auch einen wissenschaftlichen Rat mit Vertretern der Kulturinstitutione, die an der Einrichtung des Museums teilgenommen haben, ernannt. So hat das Museum professionellen Forschern, die in verschiedenen italienischen Örtlichkeiten und Regionen in öffentlichen und privaten Archiven tätig waren und sind,  die Forschungsarbeit übertragen. Die so gesammelten Dokumente dienten teilweise zur Erstellung eines historisch-kulturellen Museumsrundganges, der sich im Lauf der Zeit immer weiter bereichert. Teilweise wurden sie zur weiteren Verbreitung der gefundenen Dokumente für Veröffentlichungen verwendet. Forschungsvorhaben und Veröffentlichungen wurden durch die Unterstützung der Gemeinde Bergantino und des Ministeriums für Kulturgüter ermöglicht.

Themen

Bild 2: Gesamtansicht einiger Museumssäle - Beschreibung und Vergrößerung >>In einem kulturellen Rundgang stellt das Museum die historisch- anthropologischen Aspekte des wandernden Volksfestes in sozial-kultureller und spiel-künstlerischer sowie wirtschaftlicher Hinsicht vor.

Leitfaden ist dabei die Studie der rituellen Wurzeln des Karussells und seiner Entwicklung im Rahmen der volkstümlichen Feste, die detailliert analysiert wurden: von den einfachen Aufführungen mittelalterlicher Narren und Bänkelsänger über das Puppen- und Marionettentheater bis hin zu Seiltänzern und Jongleuren und der Entstehung der Zirkusse in England. Von der Commedia dell'Arte und dem Maskentheater bis hin zu Goldonis Theaterkunst - von der Laterna Magica zur Erfindung des Kinos in Wanderzelten, von den einfachen Schaukeln der vorindustriellen Gesellschaft zu den schwindelerregenden Karussells der modernen Vergnügungsparks usw.

All dies wird auch aus Platzmangel in knapper Weise bildlich (Originalfotos, Fotoreproduktionen)  und durch Holzmodelle, Kunstgegenstände, Fundstücke usw. dargestellt, die alle von zwei Texten, einer einfachen Bildunterschrift mit Namen und Herkunft des Dokuments und einem ziemlich ausführlich beschreibendem Text, der jede einzelne Sektion vorstellt, erläutert werden.

Bisher sind nur wenige, doch deswegen umso wertvollere und in kultureller Hinsicht bedeutendere Funde, wie zum Beispiel einige restaurierte und perfekt funktionierende Drehorgeln aus dem späten neunzehnten Jahrhundert, eine Schießbude von 1845, der in patriotischer Hinsicht sehr bedeutungsvoll war,  ein Holzpferdchen von einem Kinderkarussell aus dem neunzehnten Jahrhundert.

Wegen der Bewahrung der gefundenen und noch zu findenden Fundstücke handelt es sich um ein Museum, dessen wahre Berufung jedoch in der Forschung und Verbreitung liegt.

So wurden in diesen ersten vier Jahren seit seinem Bestehen vom Museum schon vier Bücher herausgegeben: "Wanderleute - Lebensgeschichten, Bilder und Fahrgeschäfte der Wanderkünstler von Bergantino" ("Gente del Viaggio - Storie di vita, immagini e macchine degli spettacoli viaggianti di Bergantino"), "Straßenkunst in Rom" ("Spettacoli di piazza a Roma"), "Anderswo" - das Museum beschreibender Führer ("I luoghi dell'Altrove" - libro-guida alla visita del Museo) und "ein Haus auf Rädern" ("Una casa sulle ruote") Roman der von zwei Kindern von Straßenkünstlern handelt und das abenteuerliches Wanderleben, das sie gemeinsam mit ihren Eltern führen, beschreibt.

Organisation

Bild 3: Der Museumssaal „Sala Barchessa“ ist der Sektion „Wanderleute und die Traumindustrie im oberen Polesine“ gewidmet - Beschreibung und Vergrößerung >>Das interne Museumspersonal besteht zur Zeit aus dem vom Bürgermeister von Bergantino als freiwilliger Mitarbeiter mit Erstattung der Auslagen ernannten Kurator/Museumsleiter, aus einer Gemeindeangestellten, die sowohl als Mitarbeiterin des Museums als auch der Stadtbibliothek tätig ist und aus einem leitenden Angestellten, der von der Gemeinde eingestellt wurde.

Das Museum beschäftigt sich in ständiger Weise mit Archiv- und Bibliothekstudien, die direkt vom Museumsleiter sowie von externen Forschern, die von der Gemeinde Bergantino damit beauftragt wurden. Die entdeckten Materialien dienen der Bereicherung der Ausstellung und des Archivs sowie für zukünftige Veröffentlichungen.
Das Museum beschäftigt sich außerdem mit der Werbung für seine Veröffentlichungen und mit dem Empfang von Schulklassen und Besuchergruppen, um diesen einen immer zufriedenstellenderen Service zu bieten.

Seit seiner Eröffnung wurde das Museum ständig von der Accademia dei Concordi von Rovigo, vom "Staatlichen Museum für Volkskunst und Volksbräuche" in Rom und des "historischen Dokumentationszentrums" der Stadt Ferrara unterstützt, die noch heute an der Leitung des Museums und der Archivtätigkeit mitwirken.

Von 2002 bis 2003 arbeitete das Museum von Bergantino mit dem "Museum Het Markiezenhof" von Bergen op Zoom (Niederlande), mit dem "National Fairground Archive" der Universität von Sheffield (Großbritannien), mit dem Museum von Essen (Deutschland) und mit dem l'Effecot (Belgien) an der Realisierung einer europäischen Web-Site, die von der Europäischen Kommission finanziert wurde. Anhand von Abbildungen, Filme, Lehrtexte soll die Geschichte der Wanderkirmes und der Rummelplätze in Europa, von den mittelalterlichen Ursprüngen bis heute mit allen denkbaren internationalen Verflechtungen, beschrieben werden. Die Web-Site ist: www.allafiera.net

Das Museum wurde außerdem von der italienischen Herstellervereinigung (EAASI) eingeladen an der internationalen Messe in Genua vom 29. bis zum 31. Januar 2003 teilzunehmen, um die Stimme der historisch-anthropologischen Kultur in der Welt der Wirtschaft und der Herstellung von Fahrgeschäften für Rummelplätze erklingen zu lassen.

Der Erfolgt wird durch die hohe Besucherzahl am Stand des Museums und durch den Verkauf der vom Museum veröffentlichen Bücher, der selbst die rosigsten Erwartungen übertraf, bezeugt. Das Buch "Wanderleute" ist ausverkauft und wird nun in einer zweiten Auflage neu gedruckt.

Valid XHTML 1.0 Strict

URL: http://www.smppolesine.it /bergantino /pagine /home.php | Last update: 03 August 2011 11:40:02