Der "die Orte des anderswo" genannte Museumsrundgang erzählt die Geschichte der Rummelplätze von den Ursprüngen in der Antike bis heute und ist in 5 Sektion aufgeteilt - Themen:
1 - Ursprünge >>
2 - Die Kirmes >>
3 - Der Rummelplatz >>
4 - Wanderleute und die Traumindustrie des oberen Polesine >>
5 - Miniaturvergnügungspark >>
Die Ausstellung ist in schlichter und ansprechender Weise angeordnet. Die verschiedenen Ausstellungsgegenstände sind längs zweier parallel verlaufender Linien in den Sälen angeordnet. Eine Reihe mit schrägen Ausstellungstischen mit eisernen Tischbeinen steht entlang der Wände der Säle. Eine weitere Reihe 90 cm hoher Lehrtafeln sind parallel dazu an den Wänden befestigt worden.
In der Mitte einiger Säle stehen verschiedene Ausstellungsstücke und Modelle von Karussellen.
Der erste Saal beherbergt die erste Sektion mit dem Titel Ursprünge und stellt mit Hilfe einer interessanten Ikonographie eine Reihe von Spielen und Attraktionen zeitgenössischer Vergnügungsparks vor, deren Ursprünge zum größten Teil in den Ritualen der klassischen Antike, der ägyptischen und griechisch-römischen Kultur, wie das "Labyrinth", die "Wahrsagerei", das ""allesverschlingende Monster", in den Einführungsriten, in den "Gänge, der Unterwelt" (Homer, Dante), sowie in den aus der ägyptischen Kultur stammenden Zirkusspiele usw. liegen.
Die zweite Sektion trägt den Namen "die Kirmes". Diese hat ihren Ursprung im Mittelalter und wird um das Jahr Eintausend hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen eingeführt.
Eine Gigantographie an der Wand des zweiten Saales stellt eine Kirmes im siebzehnten Jahrhundert dar, die sich durch die Handelsmesse, die eine Gelegenheit zum sozialen Kontakt und zur kulturellen Bereicherung darstellte, auszeichnet. Überall finden sich Darstellungen typischer Persönlichkeiten, die eine vorindustrielle Kirmes belebten: Scharlatane, Seiltänzer, Musiker, Bänkelsänger, Akrobaten, Jongleure, Marionettenspieler mit ihren Marionettentheatern, Laternenträger, Dompteure, Komödianten, menschliche Phänomene usw.
Die dritte Sektion ist dem Rummelplatz gewidmet. Dieser ist eine Weiterentwicklung der Kirmes. Er wird nach der industriellen Revolution und der darauf folgenden Mechanisierung durch Maschinen, die nach und nach die nur aus der Fantasie und menschlichen Möglichkeiten geborenen Spiele ersetzen, eingeführt.
Die Kirmes verwandelt sich demzufolge zu Beginn des 20. Jhdts. in Europa und ab 1950 in Italien in den Rummelplatz mit seinen schwindelerregenden Karussells.
In derselben Sektion wird durch Abbildungen und verschiedene Modelle der Ursprung und die Entwicklung einiger Arten von Fahrgeschäften, wie das Riesenrad, die Achterbahn, das Kettenkarussell erläutert.
Die vierte Sektion ist der gebietsgebundenen Kultur gewidmet: den Wanderleuten und der Traumindustrie.
Zweihundert Fotos und zahlreiche Lehrtexte bezeugen, wie in den 20er Jahren des 20. Jhdts. in Bergantino die Wandervergnügungsparks entstanden. Es wird die Familiengeschichte einiger Wanderschaukünstlerdynastien und Herstellerfamilien vorgestellt, die der Entstehung des Industriegebiets für Fahrgeschäfte im oberen Polesine die Tore öffneten.
Die fünfte Sektion mit dem Titel "Miniaturvergnügungspark", stellt in einem langen Saal im ersten Stockwerk des Palais zehn große Modelle von zur großen Freude von groß und klein perfekt funktionierenden Karussells verschiedener Epochen vor . Die Modellbauten wurden von Karussellliebhabern hergestellt, die ausschließlich wiederverwendete Materialien einsetzten.
URL: http://www.smppolesine.it/ bergantino /deu_pagine/collezioni.php | Last update: 03 August 2011 11:39:58