Die bemerkenswerte Sammlung von Gegenständen, Fotos und Dokumenten, die in den 50er Jahren von Prof. Ivan Tardivello begonnen wurde, führte dazu, dass das gesamte Material in einer "städtischen Sammlung" vereint wurde. 1968 wurde das Material der städtischen Sammlung im Ratssaal und im Büro des Bürgermeisters ausgestellt. Anschließend wurden 1973 die verschiedenen Funde, die schon die ersten Sektionen bildeten, nämlich Risorgimento, Erster und Zweiter Weltkrieg und Kuriositäten, in zwei Räume der Stadtbibliothek G. G. Bronziero verlegt, wo es bis 1977 bleiben sollte.
In der Zwischenzweit wurden weitere Funde in einigen Räumlichkeiten des früheren Pfandhauses (Monte dei Pegni), das schon seit mehreren Jahren aufgegeben worden und sich dementsprechend in einem verfallenen Zustand befand, gelagert.
Endlich wurde am 12. Juni 1977, nach der Restaurierung des einstigen Pfandhauses das eigentliche Stadtmuseum eingeweiht. Ziel des Gründers des Museums, Prof. Ivan Tardivello war es, dass der Mensch mit seinen Leidenschaften, seinen Mühen, Ängsten, Erfolgen und Misserfolgen den Mittelpunkt sämtlicher Sektionen darstellen sollte.
Besucher und vor allem Schüler werden sich hier bewusst, dass die in der Schule erlernte Geschichte keine irgendwo geschehenen Fakten darstellt, die uns nichts angehen, sondern dass die kleine Geschichte unserer Stadt und des Polesine Teil der größeren Geschichte, die in den Büchern beschrieben wird, ist. Im Museum wird ersichtlich, wie die Einwohner von Badia an den Geschehnissen der "italienischen Geschichte" und am Fortschritt mitgewirkt haben.
Das städtische Museum wurde nach dem Historiker Antonio Eugenio Baruffaldi benannt, der am 16. Dezember 1862 in Badia Polesine geboren wurde. Wie schon sein Vater vor ihm, war auch er zunächst in Badia Polesine und anschließend in Padua, wohin er im Jahre 1887 zog, als Postbeamter tätig. Trotz der Entfernung zu seiner Geburtsstadt widmete er sich mit viel Liebe und großer Hingabe der geschichtlichen Erforschung seiner Heimatstadt Badia und dem Polesine und veröffentlichte seine Bücher in Padua und Vicenza, wohin er wiederum arbeitsbedingt umzog. Er verstarb am 29. Januar 1940 in Vicenza.
Im Museum können Gegenstände aus verschiedenen historischen Perioden, die zivile und religiöse Institutionen, Keramiken, Fotografien, Freizeit, sowie ein Modell der schwimmenden Mühle auf der Etsch umfassen, besichtigt werden. Wichtig ist die Sektion in der Gemälde von Künstlern von Badia aus dem XIX und XX Jahrhundert, sowie das "letzte Abendmahl" (234 x 722 cm.) von Girolamo Bonsignori aus dem XVI Jahrhundert ausgestellt sind.
- Bibliothek
- Fotoarchiv mit Fotos (vorwiegend vpn Badia Polesine), die den Zeitabschnitt vom Ende des neunzehnten Jahrhunderts bis zum gesamten zwanzigsten Jahrhundert umfassen.
- Plakatarchiv mit über vierhundert Plakaten der Theater von Badia, die zwischen Ende des neunzehnten und der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts eröffnet wurden: "Teatro Sociale", "Teatro Politeama", "Sala Concordia", und das Kino "Modernissimo" (Ende neunzehntes Jahrhundert – erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts)
URL: http://www.smppolesine.it / badia /deu_pagine/home.php | Last update: 03 August 2011 11:28:15